Porträt des Maschinenbauers in der Werkstattumgebung während der Arbeit an einem Projekt

Über die Tüftlerei

Hi, ich bin Adrian.

Mechatroniker aus dem Innviertel, Student an der JKU Linz und der Kopf hinter "Die Tüftlerei e.U.". Ich entwickle Werkzeuge und Vorrichtungen für die Holzwerkstatt – und tüftle so lange daran, bis sie wirklich funktionieren.

Hinter Die Tüftlerei steckt kein großes Team und keine Marketingabteilung, sondern eine Werkstatt in Taufkirchen an der Pram, ein Laptop mit CAD-Programm und jede Menge Neugier. Hier erfährst du, woher ich komme, wie der Fräsus Maximus entstanden ist und warum ich irgendwann angefangen habe, mir meine Maschinen selbst zu bauen.

Konstruktion eines Zyklon-Einlasses im CAD-Programm am Laptop, daneben der 3D-gedruckte Prototyp

Werdegang

Vom Kunststoff über den Maschinenbau zur Mechatronik

Angefangen hat alles an der HTL Andorf, wo ich Kunststofftechnik und Maschinenbau gelernt habe. Dort habe ich zum ersten Mal verstanden, dass gute Technik nicht beim Zeichnen aufhört: Ein Bauteil muss sich fertigen lassen, es muss halten und es muss im Alltag funktionieren.

Danach habe ich als Entwicklungstechniker gearbeitet. Dort habe ich gelernt, wie aus einer Idee ein Produkt wird, wie in der Industrie Projekte ablauften –  aber auch wie herkömmliche Abläufe und Prozesse einschränken können.

Heute studiere ich Mechatronik an der JKU Linz. Mechanik, Elektronik und Programmieren zusammenzudenken, passt genau zu dem, was mich antreibt: Dinge nicht nur zu denken, sondern sie auch umzusetzen.

Befestigen der Oberfräse auf Planfräsvorrichtung Fräsus Maximus in der Werkstatt
Planfräsvorrichtung Fräsus Maximus mit angeschlossener Staubabsaugung beim Planfräsen einer Massivholzplatte
Unterseite der Grundplatte der Planfräsvorrichtung Fräsus Maximus mit eingesetztem Staubschuh zur Absaugung

Wie alles begann

Ein Problem meines Bruders – und die Idee für den Fräsus Maximus

Mein Bruder Jonas hat hobbymäßig mit Massivholz und Epoxidharz angefangen. Wer schon einmal einen Tisch aus einer Baumscheibe gebaut hat, kennt das Problem: Die Platte muss plan werden, und dafür braucht man eine Planfräsvorrichtung. Etwas Gutes zu einem erschwinglichen Preis hat Jonas aber nicht gefunden.

Also hat er sich selbst eine gebaut. Das Ergebnis war ernüchternd: Auf der Oberfläche blieben trotzdem Rillen, und Frässpan und Staub verteilten sich in der ganzen Werkstatt. Ein richtiger Saustall.

Also hab ich mich drangesetzt

Genau solche Probleme reizen mich. Ich habe konstruiert, gebaut und verbessert, bis drei Dinge gepasst haben: eine Führung, die steif genug ist, dass keine Rillen mehr entstehen. Eine Absaugung direkt an der Fräse. Und ein Schiebestock, mit dem sich die Fräse viel leichter über die ganze Arbeitsfläche führen lässt.

Damit war Jonas' Problem gelöst. Und mir kam der Gedanke: Wenn er so lange gesucht hat, geht es anderen Holzwerkern bestimmt genauso. Also habe ich den Schritt gewagt und Die Tüftlerei gegründet. Aus dem Werkstattprojekt für meinen Bruder wurde der Fräsus Maximus.

Montagearbeit in der Werkstatt bei der Fertigung einer CNC-Maschine in Porträtansicht
Grüner 3D-gedruckter Prototyp eines Zyklon-Einlasses mit Baumstützen auf dem Druckbett
CNC-Fräsen von Ausschnitten in einer Massivholzplatte aus Eiche, fixiert mit Spannpratzen

Werkstatt

Bauen, probieren, verbessern

Wie ich zum 3D-Druck, zur eigenen CNC-Fräse und zur Konstruktion gekommen bin.

3D-Druck - eine Leidenschaft seit 2019

2019 habe ich mir in meiner Jugend meinen ersten 3D-Drucker gekauft – einen Anycubic mit einem der größten Bauräume, die man damals bekommen hat. Genau das hat mich fasziniert: große Teile am Stück drucken, die man sonst nirgends kaufen kann. Mit der Zeit kam das Nachfolgemodell dazu, und seit 2025 drucke ich mit Bambu Lab. Damit habe ich Qualität und Möglichkeiten noch einmal auf ein neues Level gehoben.

Heute entstehen bei mir Vorrichtungen, Staubschuhe, Adapter und Prototypen für neue Produkte – oft in mehreren Varianten, bis ein Teil wirklich passt.

Die eigene CNC-Fräse

Meine erste CNC-Maschine war noch sehr bescheiden: schwache Steppermotoren, langsame Verfahrwege – dafür eine große Arbeitsfläche von 2,5 × 1,1 m. Gerade an ihr habe ich aber gesehen, was ich falsch gemacht hatte.

2025 habe ich deshalb eine neue CNC gebaut, mit Spindel und Zahnriemenantrieb. Sie fräst deutlich genauer, und damit fertige ich heute die Teile für den Fräsus Maximus selbst – genauso wie Werkstücke aus Multiplex, Hartholz und vielen anderen Holzwerkstoffen. Mit jeder Maschine sind meine Möglichkeiten in der Fertigung ein Stück gewachsen.

Konstruktion als Grundlage

Egal ob Druckteil, Frästeil oder ganze Maschine: Am Anfang steht bei mir immer das CAD-Modell. Ich konstruiere so, dass sich ein Teil auch wirklich fertigen lässt – mit den Verfahren, die ich selbst in der Werkstatt habe. Das spart Umwege und macht aus einer Idee schnell etwas, das man in die Hand nehmen kann.

Der nächste Schritt steht übrigens schon fest: eine noch bessere CNC-Maschine. Bauen, lernen, besser bauen – ein ewiger Kreis.

Denkweise

So muss ein Produkt bei mir sein

Vier Dinge, an denen ich alles messe, was meine Werkstatt verlässt.

Robust und langlebig

Ich baue Werkzeuge, die lange halten sollen. Deshalb setze ich auf überlegte Konstruktion, wo andere schnelle Lösungen wählen. 

Durchdacht und getestet

Erst auf den Papier dann CAD, Prototyp und dann Praxistest. Was nicht überzeugt, wird geändert – ohne Schnickschnack, der nur gut aussieht und kurz hält.

Direkt vom Entwickler

Mit deiner Frage landest du bei mir – bei dem, der das Produkt konstruiert und gefertigt hat. Kurzer Draht, ehrliche Antworten und, wo es möglich ist, auch Sondermaße.

Aus Österreich

Entwickelt, getestet und verschickt aus Taufkirchen an der Pram im Innviertel. Viele Teile fräse und drucke ich direkt hier in meiner Werkstatt.

Werkstatt

Einblicke

Ein paar Momente zwischen Konstruktion, Montage und Lackierung.

Lackierung eines CNC-Untergestells aus Stahlrahmen in der Werkstatt während der Fertigung
Adrian von Die Tüftlerei am Schreibtisch mit CAD-Konstruktion am Laptop und 3D-gedrucktem Zyklon-Einlass-Prototyp
Montagearbeit in der Werkstatt bei der Fertigung einer CNC-Maschine
3D-gedruckter Zyklon-Einlass-Prototyp mit Stützstruktur direkt nach dem Druck auf dem Druckbett
Fräsvorgang an einer HDF-Platte auf der CNC-Maschine in Detailansicht
Planfräsvorrichtung Fräsus Maximus unter Belastung beim Planfräsen einer schweren Massivholzplatte
Adrian von Die Tüftlerei am Schreibtisch mit CAD-Konstruktion am Laptop und 3D-gedrucktem Zyklon-Einlass-Prototyp

Kontakt

Lass uns reden

Du hast eine Frage zum Fräsus Maximus, ein Teil, das gefräst oder gedruckt werden soll, oder einfach eine Idee, die du verwirklichen willst? Schreib mir – ich freue mich über den Austausch mit Gleichgesinnten und antworte dir persönlich.